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InteressenGemeinschaft Geriatrie im Mühlenkreis Minden-Lübbecke


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Was ist Geriatrie?
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Ein gebräuchliches Fachwörterbuch definiert:

Die Geriatrie ist die Lehre von den Krankheiten des alten Menschen, Altersheilkunde; betrifft v.a. die innere Medizin, aber auch die Psychiatrie (Gerontopsychiatrie); Die Gerontologie ist die Wissenschaft, die sich mit den somatischen, psychischen und sozialen Vorgängen des Alterns befaßt; Altersforschung. Zu den zentralen Aufgaben der Geriatrie gehört die empfindsame und umsichtige Begleitung vor dem Sterben, aber sie ist dennoch ein sehr lebendiges und vielfältiges, sogar dynamisches Gebiet. Dies trifft besonders folgende Merkmale:

In der Geriatrie begegnet man Fragestellungen aus nahezu allen anderen medizinischen Gebieten (ohne daß daraus unkritische Selbstüberschätzung der geriatrisch Tätigen werden darf).
In der Geriatrie müssen besonders integrative Sicht- und Verhaltensweisen entwickelt werden, etwa im Hinblick auf körperliche und psychische Multimorbidität, auf psychosomatische zusammenhänge und ganz besonders im Hinblick auf die Tatsache, daß gute emotionale Führung und Anregung bei alten Patienten die Grundlage nahezu jeden erfolgreichen Heilungsprozesses darstellen.
In der Geriatrie tätig zu sein bedeutet mehr als in den meisten übrigen Medizingebieten, Angehörige anderer helfender Berufe kennenzulernen; dazu gehört viel an Austausch, Auseinandersetzung und gegenseitiger Befruchtung.
In der Geriatrie stellen sich, angestoßen durch die zentralen Themen Alter und Lebensende, besonders zahlreiche ethische, philosophische, psychologische, religiöse und sozialwissenschaftliche Fragen.
Eine gelungene Definition der inhaltlichen Bestimmung geriatrischer Tätigkeit finden Sie in der kostenlosen Broschüre der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie Was ist Geriatrie?, die Sie hier als DOWNLOAD herunterladen können.


Was ist eine geriatrische Klinik?

Die Geriatrische Klinik (GK) hat überwiegend Aufgaben der Primärversorgung akut erkrankter, in der Regel über die Grenzen einzelner medizinischer Fachgebiete hinweg multimorbider älterer bis sehr alter Menschen zu erfüllen. Wenngleich die Hauptindikation gewöhnlich im Bereich der Inneren Medizin (oder Neurologie, Orthopädie) angesiedelt ist, wird das Bild der Patienten doch oft von gerontopsychiatrischer Komorbidität (Demenz, Depression) mitbestimmt.

Im Rahmen der Primärversorgung spielen rehabilitative Gesichtspunkte im Sinne der Frühest- und Frührehabilitation eine wichtige Rolle. Sofern ein Patient nach Besserung der Akutproblematik weitere Maßnahmen einer speziellen Rehabilitation benötigt und keine Geriatrische Rehabilitationsklinik angeschlossen ist, ist auch deren Durchführung eine wichtige Aufgabe der Geriatrischen Klinik.

Zu den häufigsten Hauptdiagnosen zählen apoplektische Insulte, kardiale (incl. koronare) Dekompensationen, restriktive und obstruktive Lungenerkrankungen, akute Infekte wie Pneumonien oder Harnweg-sinfekte, arterielle Verschlusskrankheiten, entgleister Diabetes mellitus, Exsikkose, neurologische Erkrankungen wie das Parkinson-Syndrom, neu aufgetretene Hirnleistungsstörungen, aber auch Maligome, Blutbildungsstörungen, Mangel- und Fehlernährung sowie Arzneimittelintoxikationen und -nebenwirkungen.

Charakteristisch ist einen große Krankheitsintensität, die bei dem hohen Durchschnittsalter der Patienten von etwa 75 bis 85 Jahren, also in relativer Todesnähe, mit einer hohen Sterberate einhergeht (bis zu 20%). Für einzelne Patienten muss - wenn im Umfeld derartige Einrichtungen fehlen - auch die Aufgabe einer Palliativstation bzw. eines stationären Hospizes mitübernommen werden.

Das diagnostische Konzept basiert auf einer ganzheitlichen Betrachtungsweise mit einem breit gefächerten geriatrischen Assessment. Der therapeutische Ansatz ist ebenso breit und zielt von Anfang an darauf ab, nicht nur die akuten Symptome der vorwiegenden Erkrankungen zu lindern, sondern auch die Fähigkeit zur selbständigen Lebensführung zu verbessern oder zu erhalten und so Abhängigkeit von Pflege zu minimieren.
Ein derartiges Konzept erfordert das Prinzip der aktivierenden Pflege sowie ein interdisziplinäres Team aus Geriatern, Pflegekräften, Therapeuten und anderen Berufsgruppen. Die mittlere Verweildauer der Patienten liegt mit bis zu 25 Tagen höher als in internistischen Abteilungen. Geriatrische Kliniken sollten Teil von Akutkrankenhäusern sein. Sie werden sinnvoll ergänzt durch angeschlossene Geriatrische Tageskliniken.
Aus: Bruder et al: Strukturstandards Geriatrischer und Gerontopsychiatrischer Einrichtungen, 1995

TIPP
Die interessante Broschüre:
"Empfehlungen für die Klinisch-Geriatrische Behandlung"
von H.P Meier-Baumgartner, G.Hain, P. Oster, E Steinhagen-Thiessen, w. Vogel können Sie über die Seite der BAG-Geriatrie erhalten. DOWNLOAD



 
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